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ADC-Vergleich im Studio Magazin 10/2016

Im aktuellen Studiomagazin gibt es eine umfangreiche Reportage über Mikrofontests mit nachgelagertem ADC-Vergleich unter Realbedingungen. Es wurden in natürlicher Akustik Soloaufnahmen mit Klavier und Gitarre angefertigt; neben einer digitalen Vergleichsaufnahme auch auf eine Nagra-Analogbandmaschine. Diese Analogaufnahme wurde dann über verschiedene ADCs digitalisiert – unser Arfi-ADC2 durfte dabei sein – und die Files sind hier anzuhören:

http://accelerando.audio/de/studio-magazin

(Die Musik steht leider nur als Stream und nicht als Download zur Verfügung, kann also nur im Browser angehört werden. Qualität der Files ist 44,1kHz, d.h. gegebenenfalls darauf achten, dass die Audioeinstellungen des Betriebssystems kein Resampling initiieren, weil eine andere Ausgaberate festgelegt ist. Bei Windows: "Systemsteuerung" > "Audiogeräte verwalten" > "Eigenschaften" > "Erweitert")

Bei einer absoluten Klangbeurteilung sollte man bedenken, dass es sich hier lediglich um MP3-Qualität handelt und dass natürlich die Wahl der Instrumente, des Raums, der Mikrofone wie der gesamten Übertragungskette den Gesamtklang ausmachen. Insgesamt lassen die Aufnahmen jedoch einen Vergleich der wichtigsten Eigenschaften sehr schön zu – bei dieser Gelegenheit auch herzlichen Dank an die Kollegen!

Vergleicht man das File Nr. 11 „Digitalaufnahme“ mit dem File Nr. 14 „Direct-Out Andiamo“, hört man die Unterschiede die sich durch die Bandaufzeichnung ergeben, weil beide Male der gleiche ADC, nur einmal mit und einmal ohne Umweg über die Nagra. Die Analogmaschine macht den Klang etwas wärmer, bei gleichzeitiger leichter Betonung der Transienten bzw. etwas silbrigerem Klang. Alles in allem sollte man bedenken, dass - so erstaunlich die Aufzeichnungsqualität der Nagra zu deren Entstehungszeit auch war - dadurch trotzdem ein gewisses Limit, im Vergleich zu einer Direktverbindung zwischen Mikrofon und AD-Wandler, gesetzt wird.

Achtet man nun beispielsweise bei der Klavieraufnahme (Files 11-16) auf musikalische Details, was ist an Artikulation zu hören, welche musikalische Linie ergibt sich daraus, welcher Ausdruck bzw. welche emotionale Wirkung, dann begreift man eigentlich sofort die Besonderheit von „artistic fidelity“. Insbesondere sei die Passage von ca. Minute Eins bis Zwei empfohlen. Welche musikalische Entwicklung spielt sich hier ab? Was ist langweiliger, was wirkungsvoller, wo gibt es eine kommunikative Ebene zwischen Interpret und Hörer? In klanglicher Hinsicht lassen sich sehr schön Unterschiede beispielsweise in der Abbildung gemeinsam angeschlagener Akkorde erkennen, wie das Schwingen der Saiten abgebildet wird. Genauso erkennt man trotz MP3 erstaunlich gut die sehr saubere Abbildung der Einschwingvorgänge durch den Arfi-ADC2, insbesondere der gläserne Anschlag in den Diskantlagen. Diese Kerneigenschaft zieht sich durch alle unsere Entwicklungen: der für Musikübertragung wichtigste Parameter ist die Abbildung der Einschwingvorgänge. Das macht den Unterschied zwischen schlichtem Audio und echter Musik.

Nachtrag: Inzwischen wurden uns die Musikfiles auch in Originalqualität zur Verfügung gestellt. Das Zip mit allen Files gibt es auf dieser Seite zum Download.

Besuchen Sie uns auf der Tonmeistertagung vom 17. Bis 20. November in Köln, Stand 1-18